»Trumpfantino« – Was für ein Zirkus!

Kennen Sie den Unterschied zwischen Donald Trump und unserem Reformenkanzler? Nein? Nun, Donaldinho kann Rot verschwinden lassen, Fritze Merz gelingt das nicht.

Spaß beiseite – man könnte es für einen Treppenwitz der Geschichte halten, aber es ist tatsächlich passiert! Man ist versucht zu lachen, würde dieser offensichtliche Betrugsversuch nicht jeden ehrlichen Sportler ins Mark erschüttern. Hier haben zwei Despoten den Bogen überspannt, denn sie haben seine Heiligkeit den »Fußball« angetastet. Sie haben meinem Sport seine letzte Unschuld geraubt – den Glauben an Fair Play. Kommen »Trumpfantino« mit diesem Frevel davon, dann verkommt diese WM endgültig zur Farce!

Was ist passiert? Ein Schiedsrichter hatte eine Tatsachenentscheidung getroffen und einen US-Fußballer mit Rot vom Platz gestellt. Wohlgemerkt, nachdem der VAR den Schiri auf ein rotwürdiges Foul hingewiesen hatte. Genau deswegen hatte man den Videobeweis eingerichtet: um Fehlentscheidungen vorzubeugen, um ein größtmögliches Maß an Fairness zu erreichen! Nach Auswertung der Videobilder gab es nur eine einzige regelkonforme Option: Platzverweis! Mit der zwangläufigen Folge, dass gegen den Spieler eine Sperre verhängt wird.

Nach massivem politischen Druck wurde die sportrechtliche Entscheidung zurückgenommen. Der Fußball lebt aber davon, dass alle sich an die Regeln halten – Spieler, Trainer, Referees und die Sportgerichtsbarkeit. Es gibt einen ehernen Rechtsgrundsatz: nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz! Im Umkehrschluss muss regelwidriges Verhalten gemäß den Rechtsnormen bestraft werden oder das Gesetz wird zur verhandelbaren Masse. Das nennt man dann aber nicht mehr Recht und Ordnung, sondern Willkür. In Zukunft sollten Lexika unter diesem Begriff das bekannte Bild von Infantino und Trump mit roter Karte zeigen.

 

Im Handwerk gibt es eine unverrückbare Wahrheit: „Nach fest komm ab!“ – Ich hoffe, Infantino und Trump haben dieses Mal die Schraube überdreht. Lässt man diesen Raubrittern der Moderne das durchgehen, können wir den Sport vergessen. Dann streicht bitte gleich auch noch Dopingkontrollen und das Aufdecken von Skandalen wie Bestechungen und Betrügereien bei Sportwetten.

Wenn die FIFA mit dieser ekelhaften Schiebung durchkommt, dann bleibt von der Fußball-WM nur noch eines übrig: der Zirkus TRUMPFANTINO.

»Zirkus Trumpfantino«

 

P.S. Als bekennender Atheist bete ich zum Fußballgott: Möge er heute mit den Belgiern sein!

 

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