Gaby Köster, einst die Lustige vom Dienst bei RTL, hat sich im »Spiegel« zu einem ernsten Thema geäußert: dem Pflegenotstand!
Nach einem Schlaganfall im Jahr 2008 benötige sie eine höhere Pflegestufe, ernte aber nur Absagen mit abstrusen Begründungen wie »sie sei nicht dement genug« und »der Schlaganfall sei schon lange her«.
Aha – mit der Begründung könnte man auch den Pflegegrad querschnittgelähmter Menschen zurückstufen: keine Besserung in Sicht und das Verfallsdatum der Behinderung sei erreicht. Weil man schon mal dabei ist, kann man gleich weitermachen mit Blinden, Amputierten und so weiter und so fort – merkste selber, oder!?
Gaby Köster führt in ihren Vorwürfen gegen Politiker an, diese sollten einmal selbst Pflegekräfte bei ihren Schichten begleiten – mit Lobpreisungen und Solidaritätsbekundungen sei denen nicht geholfen, mit mehr Personal und besserer Bezahlung schon.
So weit, so richtig. Allerdings verliert Frau Köster kein Wort darüber, woher das Geld für mehr Pflegepersonal und höhere Löhne kommen soll. Es reicht nicht aus, in den Kühlschrank zu schauen und festzustellen, dass keine Butter mehr da ist. Einen Einkaufszettel mit »Butter kaufen« zu schreiben, genügt da nicht. Es nutzt nichts, dem Boten den Zettel mit »Mach mal!« in die Hand zu drücken; man sollte ihm auch das Geld dazu mitgeben!
Zum Wie und vor allem zum Womit schweigt Frau Köster. Lösungsansätze? Fehlanzeige! Genau daran gebricht es vielen Bürgern: Sobald man selbst betroffen ist, ruft man nach dem Staat, ohne sich Gedanken über das Wie und Womit zu machen.
Wenn die Politik dann bedauernd mit den Achseln zuckt, droht man mit Liebesentzug, sprich dem Verlust der Wahlstimme. Um die eigene Existenz nicht zu gefährden – viele Politiker haben nun mal nichts anderes gelernt – greifen diese tief ins Schuldensäckel und entdecken dort schier unerschöpfliche Geldquellen: »Sondervermögen«!
Wo sollte man auch sparen?
Am Kanzleramt (777 Millionen)?
An den Sitzen des Bundespräsidenten (801 Millionen)?
An NGOs (keine Angaben ermittelbar)?
An Entwicklungshilfen (26 Milliarden)?
Am Bürgergeld (47 Milliarden, davon 22 Milliarden an Ausländer)?
Liebe Gaby Köster, bleiben Sie zuversichtlich! Verona (Milana – Madrida, Hauptsache Italien) Feldbusch würde versprechen, dass »Sie« geholfen wird. Solange Sie noch eine Stimme haben – als Wählerin. Mehr noch: als Promi.
Denn beim drohenden Wegfall der sicheren Pfründe ist für Politiker wirklich Schluss mit lustig!