»Trumpfantino« – Was für ein Zirkus!

Kennen Sie den Unterschied zwischen »Zirkus Trumpfantino« (aka Trump & Infantino) und Friedrich Merz? Nein? Nun, Trumpfantino machen aus Rot Grün, Friedrich Merz macht aus Schwarz Rot.

Spaß beiseite – man könnte es für einen Treppenwitz der Geschichte halten, aber es ist tatsächlich passiert! Man ist versucht zu lachen, würde dieser offensichtliche Betrugsversuch nicht jeden ehrlichen Sportler ins Mark erschüttern. Hier haben zwei Despoten den Bogen überspannt, denn sie haben seine Heiligkeit den »Fußball« angetastet. Sie haben ihn endgültig seiner Unschuld beraubt, dem Glauben an Fair Play. Kommen »Trumpfantino« mit diesem Frevel davon, dann verkommt diese WM endgültig zur Farce!

Was ist passiert? Ein Schiedsrichter hatte eine Tatsachenentscheidung getroffen und einen US-Fußballer mit Rot vom Platz gestellt. Wohlgemerkt, nachdem der VAR den Schiri auf ein rotwürdiges Foul hingewiesen hatten. Genau deswegen hatte man den Videobeweis eingerichtet: um Fehlentscheidungen vorzubeugen, um ein größtmögliches Maß an Fairness zu erreichen! Nach Prüfung der Sichtbeweise gab es für alle Regelkundigen nur eine einzige regelkonforme Option: Platzverweis! Mit der zwangläufigen Folge, dass gegen den Spieler eine Sperre verhängt wird.

Nach Intervention der geballten US-Staatsgewalt wurde die sportliche Entscheidung zurückgenommen! Der Fußball lebt aber davon, dass alle sich an die Regeln halten – Spieler, Trainer, Referees und die Sportgerichtsbarkeit. Es gibt einen ehernen Rechtsgrundsatz: nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz! Im Umkehrschluss muss regelwidriges Verhalten gemäß den Rechtsnormen bestraft werden oder das Gesetz wird zur verhandelbaren Masse. Das nennt man dann aber nicht mehr Recht und Ordnung, sondern Willkür. In Zukunft sollten Lexika unter diesem Begriff das bekannte Bild von Infantino und Trump mit roter Karte zeigen.

 

Im Handwerk gibt es eine unverrückbare Wahrheit: „Nach fest komm ab!“ – Ich hoffe, Infantino und Trump haben dieses Mal die Schraube überdreht. Lässt man diesen Raubrittern der Moderne das durchgehen, können wir den Sport vergessen. Dann streicht bitte gleich auch noch Dopingkontrollen und das Aufdecken von Skandalen wie Bestechungen und Betrügereien bei Sportwetten.

Wenn die FIFA mit dieser ekelhaften Schiebung durchkommt, dann ist die Fußball-WM tot – und dabei sang Rainhard Fendrich doch: »Es lebe der Sport!«

 

»Zirkus Trumpfantino«
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