Eine Gesinnungs-Präsidentin?

Bundestagspräsidentin Klöckner erwog heute (9.7.2026) im Bundestag eine Rüge der Oppositionspolitikerin Alice Weidel wegen der angeblichen Formulierung »Schwiegermuttermörderin von der SPD«.

Tatsächlich jedoch sagte Frau Dr. Weidel um einige Sekunden nach 10:41 Uhr: »… oder wie die Fluchthelferin des sechs … sechsfachen Mörders in Stade von der SPD …«

Das Versehen, sorry, Verhören der Bundestagspräsidentin ist verständlich und nachvollziehbar, klingen die Begriffe »Fluchthelferin« und »Schwiegermuttermörderin« doch zum verwechseln ähnlich – Ironie aus!

Ich sage es mal wie Bärbel von der SPD: »Bullshit!« – Wie gesinnungstaub muss man sein, um zwei akkustisch Lichtjahre auseinanderliegende Worte zu verwechseln!

Wenn eine Parlamentspräsidentin ein unmissverständliches Wort wie »Fluchthelferin« in »Schwiegermuttermörderin« umdeutet, liegt der Verdacht extrem nahe, dass hier ein »Gehört-haben-Wollen« im Spiel war.

Ich vermute Voreingenommenheit und Framing! Ein solcher Vorfall nährt das Argument, dass die Sitzungsleitung nicht unvoreingenommen zuhört, sondern bereits mit einem festen Narrativ oder einer Erwartungshaltung gegenüber der Rednerin agiert. Man hört das, was man der Person politisch oder rhetorisch zutraut oder unterstellen möchte.

Hier droht tatsächlich Gefahr für »unsere« Demokratie: der Verlust der Unparteilichkeit! Die Aufgabe der Bundestagspräsidentschaft ist es, überparteilich und mit kühlem Kopf zu agieren. Wenn eine Rüge auf Basis einer frei erfundenen Wortkreation erwogen wird, schadet das der Glaubwürdigkeit des Amtes massiv und wirkt wie der Versuch, eine unliebsame Rede gezielt zu sanktionieren.

Ein derart eklatanter Fehlgriff lässt sich nicht mehr mit einem schlechten Tonsignal rechtfertigen, sondern offenbart eine selektive Wahrnehmung, die in einer parlamentarischen Debatte nichts zu suchen hat.

Ich fühlte mich geradezu an das peinliche Schauspiel erinnert, dass die zwei »GRÖPAZe« Trump & Infantino einer staunenden Fußballwelt präsentiert haben. Auch da ging alles mit »rechten« Dingen zu – sorry, der Wortwitz musste raus.

Julia Klöckner hat dem Amt des Bundestagspräsidenten heute Schaden zugefügt. Dafür sollte sie sich im Deutschen Bundestag bei der Abgeordneten Weidel entschuldigen. Meine Meinung.

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