Startschuss

Startschuss! Das Rennen ist gestartet und die Katze aus dem Sack: Martin Fink geht an den Start! Obwohl, überraschend kam das für Kenner der Szene nicht wirklich – siehe meinen GEA-Leserbrief vom 2. Dez. 2020. Trotzdem wird es schwierig für den Stellvertreter. Die Pfullinger*innen wurden nämlich bereits aus berufenem Munde instruiert, wie sie wählen sollen. Der Wahlausschussvorsitzende meinte, gefragt sei eine Fachfrau oder ein Fachmann aus der kommunalen Verwaltung »mit entsprechender Ausbildung und großer Berufserfahrung, bürgernah, jung […] – ein Teamplayer.« – Klingt nach: »Nicht älter als 30, 20 Jahre Verwaltungserfahrung und kompatibel zum Gemeinderat.« – Da fallen eigentlich alle Bewerber durchs Raster, auch die Kandidaten Plankenhorn und Fink.
Egal, es werden noch weitere ihr Glück versuchen, wie man hört sogar Badener. Auf jeden Fall kann sich die Stadt den jungen Kandidaten schon mal als Ersten Beigeordneten warm halten. Doch letztlich haben die Wähler*innen das Sagen und kein Gemeinderat. Erst Recht kein Wahlausschussvorsitzender. Der sollte sich gemäß seiner Funktion eigentlich neutral verhalten – tat er aber nicht. Der Kandidat Fink ging da mit guten Beispiel voran und vor die Tür. Wegen des Interessenkonflikts. Nachvollziehbar. Folgte er seiner eigenen Logik, müsste er jetzt auch sein Amt als Bürgermeister-Stellvertreter niederlegen, gell?