Pfullinger Amtsblatt, KW 15

Persönliches
Name: Detlev Gottaut
Beruf: Unternehmer
Alter: 64
Verheiratet, 2 Kinder
Wohnort: Pfullingen

 

Seit 2008 bin ich Pfullinger. Einige werden jetzt aufbegehren, Pfullinger seien ausschließlich Menschen, die in der x-ten Generation hier ansässig sind. Nun, ich halte mehr von freien und bewussten Entscheidungen und nichts von reklamierten Privilegien, die de facto nicht bestehen.

Genauso würde ich dies als Bürgermeister handhaben – es gibt keine Pfullinger erster oder zweiter Klasse! Mit Medocare Consulting und Medocare Service bin ich in zwei Unternehmen tätig, die bundesweit Kliniken ihren Fortbestand sichern helfen. Persönliche Sympathien spielen in meinen fachlichen Beurteilungen keine Rolle. Alle Pfullinger*innen können sich darauf verlassen, dass ich als Bürgermeister an dieser Übung festhalten werde.

Ich wurde 1957 am Niederrhein geboren und habe dort mein Abi gemacht. Anschließend studierte ich in Regensburg zunächst Jus, orientierte mich dann aber in Richtung Zukunftsbranche IT um. Bei Siemens-Nixdorf in München und in Nürnberg habe ich eine Ausbildung zum Softwareentwickler durchlaufen. Nach Stationen als Programmierer und später als Vertriebsleiter eines SW-Unternehmens bin ich 1993 schließlich – der Liebe wegen – in Reutlingen gelandet. Seit 2002 betreiben meine Ehefrau und ich erfolgreich die Medocare-Unternehmen sowie das Kosmetik-Institut Ästhetik-Center.

Für das Bürgermeisteramt habe ich mich beworben, weil ich mich mit der Stadt und den Menschen identifiziere und ich in vielen Dingen Verbesserungspotential sehe. Dazu gehört zum Beispiel, dass alle Pfullinger dieselbe Wasserqualität verdient haben. Die sollte nicht von dem Zufall abhängig sein, welches Wasser (Bodensee- oder Echaz-) in welchem Stadtteil eingespeist wird.

Gleichzeitig gilt es, achtsam mit dem immer dünner werdenden städtischen Sparstrumpf umzugehen. Sicher ist es verführerisch, im Arbachtal Boden zu Geld zu machen, auch weil hier Wohn- und Gewerberaum entstehen soll, jedoch gibt es Alternativen. In diesem Zusammenhang sollte man unvoreingenommen Vorschläge zur Verlagerung der Sportplätze des VfL und des BFC diskutieren, die einen vergleichsweise milden Eingriff in die Natur darstellen würden.

Auch besteht die dringende Notwendigkeit der wirtschaftlichen und kulturellen Stadtbelebung durch Kristallisationspunkte, die tagsüber, abends und an den Wochenenden Menschen aus dem Umland anziehen. Ich wünsche Pfullingen, dass bunte Vielfalt und neues Leben in der Stadt Einzug halten sowie willkommene neue Bürger – ohne Ressentiments gegen ungewohnt Neues.

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